Baby im Blumentopf

Ein Baby im Blumentopf. Wie kriegt man das nur da hinein? Mit Adobe Photoshop Mix, Photoshop  Express, Photoshop CC, Lightroom CC und Lightroom Mobile natürlich! Den kompletten Workflow habe ich ausschließlich mit dem neuen iPad Pro abgebildet, aber dazu mehr später.

Baby im Topf

Das lange warten hat ein Ende

Endlich ist es soweit. Mein neues iPad Pro 12,9″ 3. Gen (2018) inklusive den neuen Apple Pencil ist da. Viel zu teuer. Viele  brauchbaren Alternativen gibt es jedoch nicht. Bisher habe ich das iPad Air2 für mobiles Arbeiten genutzt, jedoch die Stift Unterstützung war durch das spezielle Display, welches beim iPad Air2 verwendet wurde, leider unterirdisch. Ich habe wirklich viele Stifte (Wacom etc..) ausprobiert, jedoch das Erlebnis war durch die Bank, milde ausgedrückt, nur frustrierend.

Seit einem Jahr stand die Entscheidung fest, es muss ein iPad Pro her. Ich habe viel gutes über die Stiftunterstützung gelesen. Es war jedoch abzusehen, dass im nächsten Jahr eine neue Version des iPad Pro veröffentlicht werden würde, also wartete ich geduldig bis zum 30.Oktober dieses Jahres, um gleich nach den Apple Keynotes das neue Gerät zu bestellen. Nicht als Desktop Ersatz. Sondern für die Mobile Bearbeitung. Insbesondere auch die Möglichkeit das Tablet wie ein Wacom Cintiq Grafik Tablet nutzen zu können. Ein Wacom Intous habe ich, aber irgendwie hatte ich immer ein wenig Schwierigkeiten, den Stift auf dem Tablet anzusetzen und dafür auf den Monitor blicken zu müssen. Die Hand-Augen Koordination klappte nicht so richtig. 

Verständlicherweise war es dann auch das Erste, was ich auf dem neuem Tablet ausprobieren wollte. Vom Zeichnen / Schreib Erlebnis bin ich absolut begeistert. Es füllt sich fast natürlich an.

Ein neues Projekt

Ich brauchte also ein Projekt. Habe ich schon einmal erwähnt, das mich die Werke der Fotokünstler wie John Wilhelm (CH), Calvin Hollywood (DE) oder Uli Staiger (DE) recht inspirieren? Na gut, jetzt habe ich es. Also durchforstete ich meine Lightroom Bibliothek und fand ein Bild von meinem Sohn, welches von der Pose und Perspektive potenziell brauchbar zu sein schien.

Nun musste noch eine passende Idee dazu. Nach mehreren Anläufen kam mir die Idee mit dem Blumentopf als ich im Garten stand. Das Licht war gerade auch ganz gut, so dass ich Bilder vom Blumentopf und den weitere Zutaten die ich im Garten fand, mit Hilfe eines Bettlaken, fürs bessere freistellen später, abfotografierte. Die Brennweite sollte natürlich auch einigermaßen aufeinander abgestimmt sein. 

Auf meiner Zutaten Liste kam dann neben dem besagten Blumentopf und mein Sohn, noch eine Gießkanne, ein paar Blumen und ein Farn. Die Blumen konnte ich nicht im richtigen Licht fotografieren, da diese festgewachsen waren. – Jetzt galt es alle Zutaten zusammen zufügen.

Die Zutaten

Die Entstehungsgeschichte

Dazu wollte ich die Fähigkeiten meines neuen iPad Pro und dem Stift nutzen. Also exportierte ich die gewählten Bilder in Photoshop Mix, womit das freistellen und anlegen von Ebenen recht gut funktioniert. Nach dem ich alles weitestgehend freigestellt hatte, exportierte ich die Ebenen in Photoshop Desktop. –

Halt“ höre ich Euch rufen, „du wolltest doch alles auf dem iPad machen?“ Und da habt ihr vollkommen Recht. Das habe ich auch. Denn um Photoshop CC von meinem Computer, auf dem iPad nutzen zu können, gibt es das App Astropad, welches das iPad Pro in ein Wacom Cintiq Zeichentablet verwandelt. Dies funktioniert allerdings nur im Zusammenhang mit einem Mac, in meinem Fall ein MacBookPro.

Das funktioniert ein wenig wie Screen-sharing. Damit lassen sich dann alle Funktionen des Photoshop CC auf dem iPad nutzen, die App ist speziell für das Zeichnen ausgelegt, also Stift Druckintensität, etc… und funktioniert weitestgehend Latenz-frei. Das komfortable dabei ist, das ich mich über WLan gemütlich mit Tablet und Stift auf die Couch im Wohnzimmer setzen konnte, um meine Foto-Komposition weiter zu bearbeiten. 

Arbeiten mit dem iPad Pro 3.Gen (2018)

Nachdem alles freigestellt und arrangiert war, passte ich in Photoshop die Belichtung soweit an, bis es mir stimmig aus einem Guss erschien. Dabei kam noch einen Pinsel für die Wassertropfen zum Einsatz. Nachdem ich mit dem Ergebnis einigermaßen zufrieden war, exportiere ich alles zurück in Lightroom CC, so das mein Lightroom Mobile die Daten auf das Tablet zurück synchronisieren konnte. 

Der letzte Schliff

Für die Abschlussarbeiten, um dem Bild den letzten Schliff mitzugeben, passte ich die Stimmung der Farben in Lightroom Mobile auf dem Tablet noch ein wenig an. So blöd wie es klingen mag, aber Lightroom Mobile kann aus unerklärlichen Gründen keine grafische Signatur hinzufügen, nur Text basierte Signaturen. Da ich aber gerne meine Signatur unter meinen Bildern habe, bevor ich diese veröffentliche, exportierte ich das fertige Bild in die Photoshop Express App, die wiederum eine Funktion zum platzieren einer grafischen Signatur beim Export mitbringt. Umständlich, ist aber so. 

Zusammenfassung der genutzten Werkzeuge

Eine kleine Zusammenfassung der für die Komposition von mir genutzten Werkzeuge:

Hardware:
  • Apple iPad Pro 12,9″ 3. Gen (2018)
  • Apple Pencil 2. Gen
  • Apple MacBookPro (mid 2012)
Software und Apps:
  • Adobe Ligthroom Mobile App (inkl. Premium Features, ohne gibt es aber auch kostenlos)
  • Adobe Lightroom CC und Classic (Adobe Foto Abo)
  • Adobe Photoshop Mix App (kostenlos)
  • Adobe Photoshop Express App (kostenlos)
  • Adobe Photoshop CC (Adobe Foto Abo)
  • Astropad App Standard für iPad und Mac (einmal Zahlung)

Anstelle von Astropad gibt es auch für den PC Duet Pro, welches ebenfalls für das iPad Pro und Stift ausgelegt ist. Jedoch Vorsicht, ich habe schlechte Erfahrung mit einem DX12 Bug auf dem PC gemacht, bereits 2015. Dies ist scheinbar immer noch nicht behoben worden (2018). Macht also am besten bevor ihr die Software ausprobiert, ein Backup eures Systems, um bei Problemen dieses wieder zurück zuspielen. Eine de-installation der Software, oder re-installation des Grafikkarten Treibers bringt leider keine Abhilfe. 

Motorrad Fahrer, Hobby Fotograf, Gamer, Nerd, Prepper, Bassist, Ehemann und Vater.
Mit einem Sinclair ZX81 hat alles angefangen.

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